Nebenwirkungen

Gefahren durch Botox®? – Risiken und Nebenwirkungen

Bei einer Botox®-Behandlung gibt es unerwünschte Nebenwirkungen – manche treten immer auf, so dass es sich eher um Wirkungen als um Nebenwirkungen handelt, manche seltenere Begleiterscheinungen treten nur mit einem gewissen Risiko auf, so dass es sich um typische Nebenwirkungen der Botox®-Behandlung handelt.

Wie wahrscheinlich ist ein hängendes Oberlid?

Oberlidhängen ist die häufigst erwähnte Nebenwirkung. Die Gefahr dieser Nebenwirkung ist extrem gering. Erst unter vielen Tausend Botox®-Behandlungen ist ein Oberlidhängen denkbar. Begünstigend für ein hängendes Oberlid dürfte eine operative Blepharoplastik in der Vorgeschichte und eine Überdosierung von Botulinumtoxin sein. Davon zu unterscheiden ist das Absinken der Augenbrauen durch eine Entspannung des Stirnmuskels. Durch abgesunkene Augenbrauen kann es, besonders wenn der Behandler mangels Erfahrung oder Erkenntnis nicht auf diese typische Nebenwirkung achtet, zu ’schweren Augen’ bzw. ’schweren Augenlidern’ kommen. Diese Nebenwirkung lässt sich durch ein gleichzeitiges Brauenlift mit Botulinumtoxin abmindern, aber nicht 100%ig ausschliessen. Besonders bei einem operationsbedürftigen Hautüberschuss ist die Gefahr der leicht gesenkten Augenlider höher als bei jungen Augen.

Ensteht durch Botox® ein maskenhaftes Gesicht?

Nein, diese Gefahr besteht grundsätzlich nicht. Die verbleibende mimische Motorik korreliert mit der Dosierung. Eine gestörte Selbstwahrnehmung der Patienten und die mangelnde Hemmung durch die Behandlungskosten werden zur Gefahr bei Schönheitsbehandlungen. (Sylvester Stallone, Melanie Griffith, Meg Ryan, Michael Jackson). Eine wohldosierte Botox®-Faltenbehandlung wird kein maskenhaftes Gesicht produzieren, sondern schafft durch eine Verringerung der Mimik eine Entspannung. Dieser Effekt lässt sich nicht durch Dosissteigerung vervielfachen.

Gibt es Langzeitwirkungen von Botox®?

Trotz 30-jähriger Anwendung von Botulinumtoxinen sind keine Langzeit-Nebenwirkungen bekannt geworden. Acetylcholinerge Synapsen werden durch Botulinumtoxin im Sinne einer Signalbehinderung beeinflusst. Während die Transmitterkanäle irreversibel zerstört werden, hat der Nerv die Möglichkeit durch Neuaussprossung wieder eine innervierende Funktion zu erlangen. Durch eine Zurückbildung der längerfristig behandelten Muskulatur wird diese auf Dauer schwächer. Eine gewisse Gewöhnung kann manchmal eine Dosissteigerung, den Wechsel des Serotyps oder des Präparats erforderlich machen.
Die Halbwertzeit von Botulinumtoxin im menschlichen Körper beträgt 10 Stunden. In der ästhetischen Medizin benutzte Dosierungen sind nach ca. acht Tagen im Körper nicht mehr nachweisbar.

Typische Nebenwirkungen von Botox®

Bei etwa 10% der im oberen Gesicht behandelten Patienten tritt vorübergehender Kopfschmerz auf. Dieser kann bis zu mehreren Tagen andauern. Sollten Sie so reagieren empfiehlt sich die nächste Behandlung mit einem anderen Botulinumtoxin-Präparat zu versuchen. Diese Nebenwirkung ist bei geringeren Dosierungen weniger häufig.

Noch weniger der Patienten berichten von grippeähnlichen Symptomen am Abend der Botox®-Behandlung. Diese Reaktion auf Humanalbumin-Bestandteile ist normal, kann aber ebenfalls durch einen Präparatwechsel minimiert werden.

Ein blauer Fleck (Hämatom) ist selten, aber möglich durch Verletzung kleinerer Blutgefäße durch die Injektionskanüle.