Das Auffüllen von schmaler gewordenen Wangen oder die Vergrößerung der Jochbeinregion nach dem Absacken des Mittelgesichts sind Paradeindikationen für die Verwendung hochstabilisierter Hyaluronsäure. Dabei wird eine hochstabilisierte Hyaluronsäure (z.B. SubQ) unter örtlicher Betäubung fächerförmig in die Wange injiziert. Das Auffüllen der Wangen kann mit einer stumpfen, semi-scharfen oder scharfen Kanüle (Injektionsnadel) erfolgen.
Nach dem Auffüllen der Wangen erscheint das Gesicht sofort jugendlich füllig. Tiefe Wangenfurchen werden dabei durch Unterpolsterung deutlich geglättet. Diese tiefe Hyaluronsäure-Behandlung zur Gewebeaugmentation muss unterschieden werden von einer oberflächlichen Faltenunterspritzung der Wangenregion. Hierbei werden ‘dünnere’ Hyaluronsäuren eingesetzt, die oberflächennäher injiziert werden. Dabei werden auch die Sollbruchstellen der Haut (Falten) stabilisiert, aber durch das geringere Volumen kann nicht von einem Auffüllen der Wangen gesprochen werden.
Je nach Größe des Gesichts sind wenigstens zwei bis vier Milliliter Hyaluronsäure nötig um einen deutlichen Effekt zu erreichen. Eine Erstbehandlung ist immer weniger lang haltbar als eine Folgebehandlung nach ca. sechs Monaten. Die üblichen Risiken und Nebenwirkungen sind hier beschrieben.
Hyaluronsäure kann dem Gesicht verlorenes Volumen zurückgeben
Hochstabilisierte Hyaluronsäure kann einem eingefallenen oder schmalen Gesicht wieder langanhaltendes Volumen zurückgeben. Das Auffüllen der Wangen wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Durch die Unterspritzung der Wangen mit Hyaluronsäure wird das Gesicht nicht im Sinne einer Straffung nach oben gezogen, aber Einfurchungen und Dellen werden ausgeglichen bzw. aufgefüllt.
Der Vorteil der komplett abbaubaren Hyaluronsäure gegenüber permanenten Fillern oder Eigenfett ist die Möglichkeit der genauen Platzierung und Vorhersagbarkeit über das aufgefüllte Volumen. Der Nachteil von Eigenfett ist, dass die anwachsende Menge ungewiss bleibt und diese ist noch nicht einmal unbedingt seitengleich! Der einzige Vorteil von Eigenfett ist der Preis. Allerdings wird dieser Vorteil selten an den Patienten weitergegeben. Angewachsenes Eigenfett wird dann auf Dauer an dem Absacken des Gesichts teilnehmen und langfristig evtl. keine Verbesserung bewirken. Hyaluronsäure kann immer an der ‘fehlenden’ Stelle injiziiert werden und hat durch seine nicht-wässrige Konsistenz eine deutlicheren Stützeffekt gegenüber Eigenfett. Besonders beim Auffüllen der Wangen sollte die weniger aufwändigere Hyaluronsäure-Unterspritzung der Eigenfetttransplantation vorgezogen werden.

