Heute beginnt in Paris die 14. IMCAS (International Master Course on Aging Skin). Vom 26. bis zum 29. Januar werden im Pariser Kongresscenter die aktuellen und neuesten Verfahren zur Instandhaltung alternder Haut gezeigt. Neben den wissenschaftlichen Vorträgen aus den Bereichen der ästhetischen Dermatologie und minimal invasiven plastischen Chirurgie werden praktische Workshops an Patienten und Leichen (Körperspendern) durchgeführt. Es wird der ‘State of the Art’ in Sachen Unterspritzungen (Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäuren, Lippenvergrößerungen, Lipofillings), ablativen Hautbehandlugnen und Botulinumtoxin – Behandlungen demonstriert und geübt. In den Pausen wird von ästhetischen Medizinern aus aller Welt die umfangreiche Industrieausstellung von mehr als 120 Sponsoren besucht.

Frankreich: Fettwegspritze verboten – warum?

Im April 2011 wurde durch das französische Gesundheitsministerium die Anwendung der Fettwegspritze (Lipolyse) und alle Injektionsverfahren zur Behandlung des Unterhautfettgewebes (z.B. Mesotherapie) verboten. Gegen dieses Verbot protestierten die französischen Ärzte, die die Lipolyse als Fettwegspritze oder zur Behandlung der Cellulite über Jahre erfolgreich und ohne nennenswerte Komplikationen eingesetzt hatten, und erreichten eine Aufhebung dieses Verbots. Hier das Urteil.

Wie kam es zu dem Verbot der Lipolyse?

Wenn man den Begriff “Lipolyse verboten” oder “Fettwegspritze verboten” googelt gelangt man auf Internetseiten von plastischen Chirurgen. Diese feiern dort geradezu das Verbot der Lipolyse in Frankreich. Dass die Injektion von Phosphatidylcholin und Gallensäure inzwischen wieder erlaubt ist, findet sich kaum. Da die ästhetisch-operativen Verfahren des Fettgewebes bei unbestritten deutlich größeren Risiken erlaubt blieben, kann man sich an drei Fingern ausrechnen wie es zum Verbot der Lipolyse kam.

Das Verbot der Lipolyse wurde auf Initiative der französischen platischen Chirurgen erreicht. Es wurden einzelne Fälle von Infektionen, die allesamt auf die nicht ordnungsgemäße Reinigung einer Mesotherapie-Pistole zurückzuführen waren, dem Gesundheitsministerium präsentiert. Diese nicht objektive Bewertung der risikoarmen Lipolyse mit nachfolgendem “verboten” wurde durch Korruption erreicht. Wieder einmal versuchten plastische Chirurgen durch die Verbreitung von Unwahrheiten sehr erfolgreiche nicht-operative Verfahren zu bremsen.

Das Schlechtmachen disziplinübergreifender Behandlungsverfahren durch plastische Chirurgen hat es auch in Deutschland vor zirka 15 Jahren gegeben. Damals wurde Botulinumtoxin immer wieder als Nervengift von plastischen Chirurgen bezeichnet – aus Angst vor weniger Facelift-Operationen. Unter der gebetsmühlenartigen Diffamierung von Botox leiden die plastischen Chirurgen heute noch, da diese das Image des potenten Medikaments beschädigt haben, welches sich erst nach vielen Jahren langsam verbessert. In üblichen Dosierungen ist Botox nicht giftig, da es dem Körper keinen Schaden zufügt.

Vom 30.04. bis zum 01.05.2011 findet im ehemaligen Düsseldorfer Interconti Hotel auf der Königsallee die zweite Lifetime-Beauty – Messe statt. Im Ballsaal des Düsseldorfer Hotels zeigen Aussteller aus den Bereichen Dermatologie, Plastische Chirurgie, Zahnmedizin und Wellness aktuelle Behandlungsmöglichkeiten zur Prävention und Therapie altersbedingter Veränderungen des Körpers.

Besucher können sich über plastische Operationen, minimal invasive Unterspritzungen mit Hyaluronsäure und Botulinumtoxin, Zahn-Bleeching, Kosmetische Behandlungen und Wellnessangebote einiger Hotels informieren.

Die Hersteller von dem Botulinumtoxin Vistabel (Botox) und den Hyaluronsäuren Teoxane und Juvederm sind als Sponsoren der Veranstaltung vertreten, während der Hersteller von Restylane nicht dabei ist.

Bei vielen ästhetischen Problemen gibt es Standardlösungen für die Behandlung. Bei Augenringen dahingegen ist die Behandlungsempfehlung nicht einheitlich.

Augenringe entfernen – Operation oder Unterspritzung? Augenringe entfernen - aber wie?

Ursache von Augenringen sind oft keine Krankheiten

Einig ist sich die Ärzteschaft, dass die Tiefe der Augenringe bei erheblichem Leidensdruck der Patienten angehoben werden sollte um einen gesünderen Gesichtsausdruck zu erreichen. Uneinig sind die Ärzte über die Technik und das zu verwendende Material. Zur Entfernung der Augenringe wird die Unterspritzung mit Eigenfett als eine Möglichkeit genannt. Diese Material ist dem Patienten oft sympathisch, weil es nicht körperfremd und scheinbar kostenlos verfügbar ist. Eigenfett hat jedoch eine geringere Hebekapazität als stabilisierte Hyaluronsäure, d.h. es ist schlechter ‘stapelbar’ und unter Druck weniger raumfordernd, wie es zur Anhebung der Augenringe aus einer tiefen, knochennahen Schicht nötig ist. Eine Anhebung der Haut im Bereich der Augenringe ist durch eine relativ oberflächliche Unterspritzung mit Eigenfett denkbar, allerdings wird sich eine übliche, nicht vollkommen gleichmäßige Verteilung durch die dünne Haut im Bereich der Unterlider sichtbar abzeichnen. Die Unterspritzung in die korrekte Schicht würde eine relativ dicke Kanüle erfordern, die ein hohes Verletzungsrisiko birgt und die Gefahr von deutlichen Hämatomen gegenüber einer dünnen Kanüle erheblich erhöht.

Eine Blepharoplastik, d.h. Operation der Unterlider, mit einer Unterfütterung des Volumendefekts mit Polsterfett der Augenhöhle sollte nur bei bestehendem Hautüberschuss und gleichzeitiger Straffung der Unterlider oder ggf. einer Mittelgesichtsstraffung durchgeführt werden. Ein solcher Eingriff ist bei simplen Augenringen bei jungen Menschen sicher nicht gerechtfertigt.

Die Unterspritzung mit Hyaluronsäure wird von manchen Ärzten abgelehnt und von manchen Ärzten befürwortet. Offensichtlich haben hier verschiedene Anwender unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Eine teilweise empfohlene Quaddelung mit nicht-stabilisierter Hyaluronsäure wird eine starke Demolierung und einen nur kurz haltbaren Erfolg haben. Dahingegen will die Verwendung einer stabilen Hyaluronsäure offensichtlich beherrscht werden. Die Verwendung des richtigen Hyaluronsäure-Materials in der richtigen Schicht bei einem erfahrenen Arzt scheint die größten Erfolge beim Augenringe-Entfernen bei gleichzeitig minimalsten Blessuren und Komplikationen zu sein. Die Auflösbarkeit von Hyaluronsäure erhöht zudem die Sicherheit dieser Behandlung.

Die Grenzen der Unterspritzung liegen darin, dass eine dunkle Pigmentierung, entgegen der Erwartungshaltung, sich durch eine Unterspritzung der Augenringe nicht aufhellt. Sehr tiefe und hohe Augenringe sind oft keine Augenringe üblicher Definition. Deshalb ist vor einer Unterspritzung zur prüfen, ob Platz zur Platzierung des anhebenden Fillers vorhanden ist. Falls die störenden Ringe an den Augen auf Höhe des unteren Augenhöhlenrands liegen, ist eine Unterspritzung meist ohne Erfolg. Der Grad der Anhebung der tiefen Schichten der Augenringe durch ein Gel oder Eigenfett lässt sich nicht genau vorhersagen. Ein Vorgehen in mehreren Schritten ist in der Regel einer einmaligen Unterspritzung vorzuziehen.

Eine Nasolabialfalte wird typischerweise durch eine Faltenunterspritzung mit Hyaluronsäure aufgefüllt. Oft wird das darüberhängende und abgesackte Mittelgesicht danach noch stärker sichtbar. Die störende Wulst oberhalb der Nasolabialfalte nennt man Nasolabialhügel. Diese Wulst im abgesunkenen Mittelgesicht lässt sich erfolgreich durch Injektionslipolyse ausdünnen. Ein gleichzeitiger Straffungseffekt der Lipolyse schafft ein strafferes Gesicht. Nach einer erfolgreichen Lipolyse (Fettwegspritze) ist der Volumenbedarf zur Glättung und Auffüllung von Unebenheiten an Hyaluronsäure-Gel geringer. In einem schlanken Gesicht lässt sich mit viel weniger Volumen eine positive Veränderung durch Hyaluronunterspritzung erreichen.

Eine platte Nasenspitze kann genetisch oder durch eine misslungene Nasenoperation (Rhinoplastik oder Septo-Rhinoplastik) verursacht sein wenn die Spitze der Nasenscheidewand zu sehr gekürzt wurde. Diese fehlende Nasenspitze ist auf einer Profilansicht des Gesichts besonders auffällig.

Eine Nasenkorrektur ohne Operation kann die Form der Nase und der Nasenspitze ästhetisch verschöner. Dabei wird ein stabiles Hyaluron-Gel, welches auf Zuckerbasis Wasser speichert in verschiedene Höhen der gesamten Haut injeziert. Dabei wird die Nasenspitze angehoben und geformt. Das Ergebnis ist lange haltbar und ggf. reversibel. Auch nach Abbau der Hyaluronsäure ist ein Teil des Auffülleffekts durch Kollagenfaserneuentstehung permanent haltbar. Mehr allgemeine Informationen über die Modellierung der Nase mit Hyaluron-Gel finden Sie auf Hyaluron-Praxis – Nasenkorrektur.

Alternde Hände sind sehnig und die Venen zeichnen sich durch die dünn gewordene Haut ab. Jugendliche Hände haben eine prallen Handrücken und das gut ausgeprägte Unterhautfettgewebe speichert Feuchtigkeit an körpereigener Hyaluronsäure.

Eine eindrucksvolle Handverjüngung lässt sich durch eine Aufpolsterung der Handrücken mit einer stabilisierten Hyaluronsäure erreichen. Grundsätzlich kann man die Handrücken mit einer relativ dünnflüssigen Hyaluronsäure mit vielen kleinen Injektionen hydratisieren. Diese Unterspritzung ist im Sinne einer kurhaften Hautverjüngung zu verstehen. Hier würde ca. 1 Milliliter pro Hand benutzt werden. Alternativ bietet sich bei sehnigen Handrücken eine großvolumigere Aufpolsterung mit einer lange haltbaren Hyaluronsäure an, z.B. Macrolane. Je nach Handgröße werden bis zu 5 Milliliter pro Handrücken zur Handverjüngung injeziert. Diese Unterspritzung kann mit einer stumpfen Nadel (Kanüle) durchgeführt werden und hinterlässt keine starken Hämatome. Diese Behandlung kann bis in den Bereich der Finger fortgesetzt werden.

Hühneraugen sind schmerzhafte Schwielenbildungen im gelenknahen Bereich der Zehen oder der Fußsohle. Der Schmerz beim Gehen wird durch den zentralen, nach innen gerichteten Sporn ausgelöst und kann das Gehen zur Qual werden lassen. Die klassischen Behandlungen gegen Hühneraugen sind üblicherweise aufweichende Maßnahmen wie Hühneraugenpflaster oder salicylhaltige Salben. Um den Schmerz durch die Hühneraugen schnell zu durchbrechen und ein schmerzfreies Gehen zu ermöglichen empfiehlt sich die Unterpolsterung des Hühnerauges mit Hyaluronsäuregel. Hier sollte eine stabilisierte und haltbare Hyaluronsäure injeziert werden, z. B. Perlane oder SubQ von Q-Med.

Plastisch-Ästhetische Eingriffe sind in Brasilien zahlreicher und noch normaler als auch mittlerweile in Europa. Dr. Mauricio de Maio aus Sao Paolo, Brasilien, ist ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der Gewebeunterspritzung mit Hyaluronsäure und Botulinumtoxin. Am 14. und 15.05.2010 führte er im Auftrag der Firma Pharm Allergan (Hersteller von Botox®, Vistabel® und Juvederm®) einen Masterclass Workshop für deutsche Kollegen durch. Hierbei vermittelte er eindrucksvoll die richtige Reihenfolge der Gesichtsvolumisierung mit Hyaluronsäure. Er demonstrierte einen Zusammenhang zwischen der Verbesserung der Tränenfurchen und den sogenannten Merkelfalten (Mundwinkelfalten). Das abgesackte Mittelgesicht kann durch eine Aufpolsterung der oberen Wange und Jochbeinregion gestrafft werden. Die Auffüllung des Gewebedefekts in der Infraorbitalregion mit Hyaluronsäure lindert die Tränenfurche und die Nasolabialfalte, so dass jetzt weniger Volumen zur Korrektur benötigt werden. Nach Korrektur der Nasolabialfalte benötigen die Mundwinkelfalten ebenfalls weniger Volumen zur Korrektur. Trotz perfekter Behandlung durch einen sehr erfahrenen Arzt zeigte sich, dass die Korrektur der Mundwinkelfalte sehr schwierig ist. Es kamen scharfe Injektionsnadeln und stumpfe Injektionskanülen zum Einsatz.

Die Verkleinerung der inneren / kleinen Schamlippen ist ein häufiger intimchirurgischer Eingriff. Dieser wird teilweise durch Schmerzen an den überdurchschnittlich großen inneren / kleinen Schamlippen (Labiae minorae) bei Bewegung nötig. Zum anderen Teil ist es ein übersteigertes Schamgefühl, welches die Patientinnen zur chirurgischen Schamlippenverkleinerung vorstellig werden lässt. Dieses ist auch nach der Operation noch oft vorhanden, so dass die Patientinnen das öffentliche Nacktsein in Sauna oder Gemeinschaftsdusche noch häufig als sehr unangenehm empfinden. Durch eine Vergrösserung der äußeren großen Schamlippen (Labiae majorae) lassen sich die kleinen Schamlippen noch mehr verstecken. Die Behandlung ist eine Schamlippenvergrösserung mit Hyaluronsäure-Gel. Hier eignet sich besonders Macrolane® des schwedischen Herstellers Q-Med. Hier finden Sie weitere Informationen zum Eingriff und Risiken der Schamlippenvergrößerung.

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